Die Grundausstattung für einen Hund
Noch bevor dein Vierbeiner bei dir einzieht solltest du schon die Grundausstattung für einen Hund besorgt haben.
So könnt ihr euch in Ruhe aneinander gewöhnen. Und dein neues Familienmitglied fühl sich von Anfang an bei dir wohl.
Checkliste – Grundausstattung für einen Hund
Lade dir hier die Checkliste herunter!
01 Hundefutter
Hundefutter, das alle wichtigen Komponenten enthält, jedoch frei von unnötigen Zusätzen ist, gehört natürlich zur Grundausstattung für einen Hund.
Denn eine ausgewogene und artgerechte Ernährung ist die Basis für ein gesundes und langes Hundeleben.
Fertigprodukte
Wenn du Fertigprodukte kaufst, dann lies unbedingt die Zutatenliste!
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- Muskelfleisch ist der beste Eiweißlieferant. Steht „tierische Nebenerzeugnisse“, dann wurden aber vorwiegend Schlachtabfälle wie Knorpel und Sehnen verarbeitet.
- Im Idealfall ist kein Getreide enthalten. Viele Vierbeiner vertragen aber geringe Mengen von Weizen oder Hafer.
- Geschmacksverstärker, Konservierungs- und Farbstoffe sind nur für die Optik und den Geschmack, schaden aber der Gesundheit.
Ziehe Nassfutter den trockenen Pellets oder Ringen vor.
Füttere Trockenfutter nur in Ausnahmefällen wie auf Reisen oder im Urlaub. Achte außerdem darauf, dass dein vierbeiniger Liebling genug trinkt.
BARFen
Das ist die Ernährung mit ungekochten Zutaten. Sie entspricht am ehesten der natürlichen Nahrung eines Raubtieres. Und das ist schließlich jeder Hund immer noch, selbst der kleinste Chihuahua.
Die Zusammensetzung des Futters sieht im Groben so aus:
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- 80% rohes Muskelfleisch und Innereien,
- sowie 15% rohes Gemüse und Obst als Ballaststoff- und Kohlehydratlieferanten,
- und außerdem 5% natürliche (pflanzliche oder tierische) Fette, Öle und Mineralien (z.B. Tierknochen).
Diese Nahrungsmittel sind für Hunde schädlich oder sogar gefährlich:
Zucker, Birkenzucker (Xylit), Schokolade, Zwiebeln, Schweinefleisch, rohe Kartoffeln, Rosinen, Avocados
02 Fressnapf und Wassernapf
- Die Größe der Näpfe richtet sich nach der Größe deines Hundes und außerdem an der Futter- bzw. Wassermenge. Ist der Napf zu klein, dann geht beim Fressen und Trinken ein großer Teil daneben. Wenn der Napf zu groß ist, dann kann ein kleiner Hund den Inhalt nicht erreichen und steigt mit der Pfote hinein. Dadurch kann die Futterschüssel umkippen.
- Deswegen sollen die Näpfe stabil am Boden stehen.
- Wenn du hygienische und leicht zu reinigende Materialien wie Edelstahl, Keramik oder Glas kaufst, dann ist dein Hund auf der sicheren Seite. Futternäpfe aus Plastik sind zwar preiswert, bunt und schön, können aber gefährliche Weichmacher enthalten. Außerdem regen sie vor allem junge Hunde dazu an, darauf herumzukauen. Dadurch kann das Material splittern, wodurch es zu Verletzungen im Maul und im Verdauungstrakt, und im schlimmsten Fall sogar zum Tod deines geliebten Haustieres, kommen kann.
*Amazon Basics Hundenapf Edelstahl, 2er Pack, 946ml
- Die Edelstahl-Futternäpfe sind perfekt für Trocken- und Nassfutter, Leckerlis oder Wasser.
- Sie sind robust,
- hygienisch,
- spülmaschinengeeignet,
- rostbeständig
- und außerdem geruchsresistent
- und können nicht umgekippt werden.
- Der Gummiring auf der Unterseite schützt deinen Boden und verhindert, dass der Napf beim Fressen verrutscht.
03 Halsband oder Geschirr
An vielen Orten gilt eine Leinenpflicht für Hunde. Deshalb brauchst du ein Halsband oder ein Brustgeschirr, um die Leine daran zu befestigen. Was von beiden besser ist, daran scheiden sich die Geister. Für die einen ist ein Halsband schlichtweg Tierquälerei, für die anderen unbedingt nötig zur richtigen Erziehung. Ein Brustgeschirr sehen viele nur für Welpen gerechtfertigt.
Fakt ist, dass weder das eine noch das andere für jeden Hund in jeder Situation zu empfehlen ist. Aber zumindest eines von beiden gehört zur Grundausstattung für einen Hund.
Das richtige Halsband
Im Halsbereich liegen wichtige Organe wie Schilddrüse, Kehlkopf, Luftröhre und große Blutgefäße. Laut Tierschutzgesetz darf man einem Tier keine Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. Deswegen sind Würge- und Stachelhalsbänder, wie man sie früher oft gesehen hat, heutzutage gesetzwidrig.
Aber auch ein „normales“ Halsband kann gefährlich werden. Denn wenn ein Hund ständig an der Leine zieht, dann kommt es durch den Dauerdruck des Halsbands fast immer zu chronischen Entzündungen des Kehlkopfs und der oberen Luftröhre. In Kettenhalsbänder können außerdem immer wieder Haare des Hundefells eingezwickt werden. Dadurch wird ein Spaziergang schnell zur Qual für den Vierbeiner. Zu dünne Halsbänder schnüren zusätzlich noch ein.
Die Qualität:
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-
- Ein gutes Halsband sollte aus Stoff oder Leder gefertigt
- oder wenigstens mit Neopren unterfüttert sein.
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Die Passform:
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- Das Halsband sollte mindestens so breit wie die Nase des Hundes sein.
- nicht zu locker sitzen, damit es beim Leinenzug nicht über den Kopf gestreift werden kann,
- Aber auch nicht zu fest, damit es nicht würgt.
- Ideal sind 2 Fingerbreit Platz darunter.
-
Tipp: Für Windhunde, die einen sehr schmalen Kopf haben, und für Hunde, die leicht in Panik geraten und deshalb aus dem Halsband schlüpfen könnten, gibt es extrabreite Halsbänder, die außerdem einen Zugstopp haben.
Das richtige Brustgeschirr
Der Vorteil eines Brustgeschirrs ist die bessere Druckverteilung. Allerdings kann ein falsch angepasstes Geschirr zu erheblichen Gangstörungen und daraus folgenden Schäden führen.
2006 veröffentlichte die Universität Jena eine Studie über 327 Hunde aus 32 Rassen. Diese zeigte, wie wichtig die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit der Schultern für ein gesundes Gangbild des Hundes ist.
Die Qualität:
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- Ein gutes Brustgeschirr sollte aus Stoff oder Leder gefertigt
- oder wenigstens mit Neopren unterfüttert sein.
- Damit es nicht drückt, sollte es außerdem am Brustbein extra gepolstert sein.
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Die Passform:
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- Der Druckschwerpunkt soll am Brustbein liegen,
- die Schultern müssen größtmögliche Bewegungsfreiheit haben, damit das Gangbild nicht gestört wird.
- Zu den Achseln sollte mindestens 3 Fingerbreit Abstand sein, wodurch das Geschirr nicht an der empfindlichen Hautpartie scheuern kann.
-
Tipp: Gewöhne deinen Hund sowohl an das Halsband als auch an das Brustgeschirr.
- Lass ihn am Anfang beides gleichzeitig tragen.
- Wenn die Leine am Halsband eingehängt ist, dann trainiere mit ihm „Bei Fuß“ zu gehen.
- Hängt sie am Brustgeschirr, dann darf er ein bisschen ziehen.
So lernt dein Hund zu unterscheiden:
- Halsband = ich darf nicht ziehen
- Geschirr = ich darf ziehen

* Curli Geschirr Vest Air-Mesh
- Dieses Brustgeschirr gibt es in verschiedenen Größen und Farben.
- Die ergonomisch optimierte Passform sorgt für einen angenehmen Tragekomfort und
- das Air-Mesh Material außerdem für eine hohe Atmungsaktivität, auch an heißen Tagen.
- Integriert sind die DogFinder ID und reflektierende Streifen im Halsbereich.
- Der Klettverschluss ermöglicht ein individuelles Einstellen der Größe und
- die Nähte sind dehnbar, wodurch für optimalen Tragekomfort gesorgt ist.
04 Leine
An vielen Orten gilt Leinenzwang. Du solltest deinen Hund aber auch an der Leine führen, solange er noch nicht verlässlich deinen Befehlen gehorcht. Dadurch kannst du ihn erziehen und außerdem für seine Sicherheit sorgen. Daher gehört eine Leine unbedingt zur Grundausstattung für einen Hund.
Die Breite:
Die Breite der Leine und die Schwere des Karabiners sollen an die Größe deines Hundes angepasst sein. Daraus ergibt sich:
-
- Kleine Hunde – schmale Leinen mit leichten Karabinern
- Große Hunde – breitere Leinen mit schwereren, stabileren Karabinern
- Sehr kräftige Hunde – breite, stabile Leinen mit Karabinern mit Sicherheitsverschluss
Die Länge:
-
- Die Leine soll mindestens 180 cm lang sein.
- Für mehr Freiraum sorgen Schlepp- oder Rollleinen.
- Die ideale Kombination ist eine mehrfach verstellbare Leine, die an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden kann.
05 Maulkorb (oder Maulschlaufe?)
Ein gut sitzender Maulkorb gehört zur Grundausstattung für einen Hund.
Verwende eine Maulschlaufe nur in einer Ausnahmesituation und für sehr kurze Zeit, z.B. zur Erstversorgung nach einer Verletzung. Nur wenn die Schlaufe richtig zugezogen ist, kann der Hund damit nicht beißen. Dadurch kann er aber auch sein Maul nicht öffnen um zu hecheln, was zu einem Hitzestau führen kann. Genausowenig kann er Wasser oder Futter (z.B. zum Beruhigen) aufnehmen.
In Österreich gilt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln und außerdem in Bergbahnen eine Maulkorbpflicht .
Ein Maulkorb ist aber auch sinnvoll, wenn dein Liebling in stressigen Situationen zu einer Gefahr für sich selbst oder andere (Tiere oder Menschen) werden könnte. Zum Beispiel
- beim Tierarzt, wo er schon im Wartezimmer auf andere verängstigte Tiere trifft. Damit verhinderst du, dass er bei einer schmerzhaften Behandlung nach der Hand des Arztes schnappen kann.
- An ungewohnten Orten, wo ihn Lärm oder Gedränge erschreckt. Dadurch vermeidest du vor allem bei Angstbeißern , dass jemand verletzt wird.
- Inmitten von Kindern, wenn er nicht daran gewöhnt ist.
06 Hundebett, Korb oder Decke.
Ob du ein Hundebett, einen Korb oder nur eine Decke als Schlafplatz für deinen Hund auswählst, liegt ganz an deinen persönlichen Vorlieben. Solange sich dein vierbeiniger Freund bei dir wohlfühlt und gut gepflegt wird, schläft er überall gut.
Wichtig ist nur, dass er einen ganz bestimmten Platz in deinem Zuhause bekommt, an den er sich immer zurückziehen kann. Außerdem soll er dort sicher und ungestört sein.
Das kann gerne auch eine Ecke im Schlafzimmer sein, vor allem bei Welpen, die sich ohne ihr Rudel (dich und deine Familie) noch nicht sicher fühlen. Aber jeder andere, ruhige, zugfreie Platz tut es auch.
Hundebett
Ein geschlossenes Hundebett oder ein Hundekorb sollen so groß sein,
-
- dass sich der Hund im Schlaf ungehindert bewegen
- und auch völlig ausstrecken kann.
Auflage oder Hundedecke
Das Material, auf dem dein vierbeiniges Familienmitglied schläft, sollte sich
-
- angenehm anfühlen,
- nicht elektrostatisch aufladen,
- natürlich keine Giftstoffe enthalten
- und leicht zu reinigen sein.
07 Transportbox / Trenngitter/ Sicherheitsgurt
Laut Straßenverkehrsordnung muss jeder, der in einem Auto mitfährt, angemessen gesichert sein. Das gilt auch für einen Hund.
Deshalb gehören für jeden Autofahrer sichere Transportmöglichkeiten zur Grundausstattung für einen Hund.
Transportbox
Die praktischste und sicherste Art, deinen Liebling zu transportieren, ist eine Transportbox im Kofferraum – wenn dein Auto groß genug ist.
Größe
-
- Die Box muss so groß sein, dass dein Hund darin aufrecht stehen,
- sich umdrehen
- und ausgestreckt liegen kann.
Verwendung
-
- Du kannst die Transportbox zur Sicherung im Auto verwenden,
- als Schlafplatz für deinen Hund zuhause
- oder als sicheren Rückzugsort in einer fremden Umgebung, z.B. im Urlaub.
Trenngitter
Wenn der Platz deines Hundes beim Autofahren im Kofferraum ist, dann sorgt ein stabiles Trenngitter dafür,
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- dass er während der Fahrt nicht nach vorne klettern kann
- und vor allem, dass er bei einer plötzlichen Bremsung oder einem Unfall nicht nach vorne geschleudert wird.
Sicherheitsgurt
-
- Ein Autogurt für Hunde ist ein gepolstertes,
- sicherheitsgeprüftes Brustgeschirr
- mit stabilen Verschlüssen.
Bei einem Unfall oder einer Vollbremsung ist ein schwerer Hund dadurch aber nicht ausreichend gesichert. Deshalb ist ein Sicherheitsgurt nur für kleine, leichte Hunde zu empfehlen.
Achtung: Das Anschnallen am Beifahrersitz ist nicht erlaubt! Hunde gehören auf die Rückbank.
08 Hundebürste
Eine gute Tierhaarbürste gehört ebenfalls zur Grundausstattung für einen Hund. Sie dient zur Fellpflege und ist vor allem bei langhaarigen Rassen wichtig.
- Durch regelmäßiges Bürsten verfilzt das Fell nicht und
- außerdem verliert dein Hund weniger Haare.
- Dein vierbeiniger Freund lässt sich aber auch gerne damit massieren, was eure Bindung genauso wie das Streicheln stärkt.
09 Hundespielzeug
Dein vierbeiniger Liebling will körperlich und geistig gefordert werden. Nur, wenn er sich immer wieder richtig austoben kann, dann bleibt er gesund und agil. Im Freien machst du deinem Hund mit Stöcken, Knotenseilen, Frisbees und Bällen die größte Freude. Er wird ihnen begeistert nachjagen und sie dir wieder bringen, damit du sie noch einmal wirfst.
Wenn sich deine Fellnase zuhause langweilt, dann ist spezielles Intelligenzspielzeug die beste Wahl.
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